Weinblütenfest vs. Gourmetmeile Essen…verwöhnt.

Am 17. Juni 2007 fand in Düsseldorf-Kaiserswerth das Weinblütenfest statt und kurz darauf in der Essener Innenstadt die „Gourmetmeile“ Essen…verwöhnt, vom 20.06.-24.06.2007.

Eins vorweg: Düsseldorf hat an dem einen Tag so gutes Wetter wie Essen vielleicht an allen zusammen….

Die Liste der teilnehmenden Restaurants las sich in Düsseldorf wie ein grobes Durchblättern einschlägiger Restaurantführer: Im Schiffchen, Hummerstübchen, Zur Post, Burgstuben-Residenz usw. Also eine respektable Anhäufung von Sternen, Hauben und Punkten.

Der erste Eindruck war, daß die Preise doch ziemlich heftig für so ein Event waren. Positiv fiel aber sofort auf, daß von den meisten Restaurants auch die jeweiligen Chefköche anwesend waren und bedienten bzw. mitkochten.

Die erste Bestellung ein Sauerbraten am Stand vom „Im Schiffchen“ für stolze 14,00 Euro fiel unangenehm durch die fehlende Zartheit des Fleisches auf. Darüber konnte auch nicht der gute Geschmack des Gerichts und seiner Beilagen hinwegtäuschen.

Darüber hin weg trösten konnte allerdings sofort ein pochiertes Bio-Kalbsfilet von der Burgstuben-Residenz, das mit einem tollen lauwarmen Salat von Bohne und Artischocke mit Olivenöl überzeugte.

Richtig viel Mühe hatte man sich auch beim Restaurant Zur Post aus Odenthal gegeben, auch die Menge war großzügig bemessen.

Essen wartete mit der „Résidence“, dem Kölner Hof, La Grappa und Hannappel usw. auf.
Auffallend waren die größeren Portionen und die zivileren Preise. Aber auch hier waren die Chefköche am Herd zu sehen.

Alles in allem läuft es auf ein Remis zwischen den beiden Veranstaltungen hinaus. Kaiserswerth punktet durch das Ambiente und die hohe Anzahl an Top-Köchen, Essen gleicht mit mehr Platzangebot zum Verzehr und den attraktiveren Preisen aus. Dies ließe sich wahrscheinlich auch noch weiterführen.

Was ist Sinn und Zweck dieser kulinarischen Großkampftage?

Den Gastronomen wird es möglicherweise den einen oder anderen Gast für die Restaurants bescheren und für manch einen ist dieses Geschäft über die Menge der verkauften Teller durchaus lohnenswert. So verkauft La Grappa unendlich viele Gnocchi mit Trüffelcreme.

Für viele Besucher ist dies gewiß eine Möglichkeit, der gehobenen Küche zwanglos zu begegnen und einmal -für einige sicherlich ungewohnt- Kalbsbäckchen, Jacobsmuscheln oder Gänsestopfleber zu probieren.

Aber Events dieser Art eignen sich hervorragend, ein Restaurant unverbindlich kennenzulernen und zu entscheiden, ob sich ein Besuch im Restaurant lohnt. Denn wer hier einen schlechten oder unsympathischen Eindruck macht…

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