Restaurant „Kölner Hof“ in Essen

Essen genießen –Das Restaurant-Karussell- führte uns in den Kölner Hof nach Essen-Frohnhausen. Diese Restaurant-Aktionen sind bundesweit  ziemlich in Mode gekommen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit lehnen einige versnobbte Gourmets Veranstaltungen dieser Art ab. Dennoch bietet sich in diesem Rahmen für Neulinge oder preissensitive Interessierte die Möglichkeit, ein Restaurant mit einem schon zuvor festgelegten Preis für Menü und Wein (das ist zumeist so üblich) kennenzulernen. Aber auch erfahrene Essensgänger wie wir nutzen gerne diese Option, um uns einen Eindruck von Restaurants zu verschaffen.

 

Das Restaurant wirkte durchaus heimelig mit seinem rustikalen, warmen und holzigen Charme. Auffallend war, dass nur Frauen im Service arbeiten und diese, von einer Auszubildenden abgesehen, eher reiferen Alters sind. Der Gast hatte das Gefühl in guten Händen zu sein und freundlich und kompetent betreut zu werden.

 

Fünf Gänge inklusive Weinbegleitung kosteten 39 Euro (4 Gänge 35 Euro), wobei zum Dessert kein Wein gereicht wurde. Nach dem unauffälligen Amuse bouche, einem Stückchen Zwiebelkuchen mit einem Gläschen Federweißer wurde mit dem „Carpaccio vom irischen Rinderfilet mit Trüffelcrème und Waldpilz-Bruschetta“ die Vorspeise serviert. Störend wirkte der zu reichlich platziert Ruccola. Auch vermuteten wir den Einsatz des verpönten Trüffelöls. Bei diesem Gericht ging leider der Geschmack der offensichtlich guten Qualität des Rindfleisches verloren.

 

Die dann gereichte „Suppen-Trilogie“ war etwas zu stark gewürzt, konnte aber trotzdem überzeugen.

 

Die „Tranche vom schottischen Bio-Lachs auf Brunnenkresse-Risotto“ schmeckte gut. Dem Fisch war die Zubereitungsart deutlich anzusehen: vakuumiert und dann nach der Sous-vide-Methode zubereitet.

 

Die anschließende „Barbarie-Entenbrust auf Holunderbeerensauce mit Rotkohlstreifen und kleinen Kartoffelknödeln“ war überzeugend und litt nur an den schwächelnden Kartoffelknödeln. Diese waren „gefärbt“ mit Tomate, Spinat und natur vorhanden. Es fehlt an Salz und Farbvariation verschlechterte den Geschmack. Ansonsten war es ein verfeinertes Gericht der rustikalen Küche.

 

Den eindeutigen Höhepunkt des Abends stellte das Dessert in Form von „Zweierlei Schokoladen-Mousse auf Mandel-Bisquit mit Blutorangensorbet“ dar. So war leicht die Mousse (dunkel und weiß), luftig-locker der Bisquit und ein angenehm bitter-saurer Kontrapunkt das Sorbet. Überflüssig waren die exotischen (Deko-)Früchte auf diesem ansonsten perfekten Teller.

 

Die Weine waren nicht weiter auffallend, aber „störten“ den Genuß nicht. Der Verfasser hat sich die Weine aus diesem Grund nicht weiter gemerkt.

 

Das Restaurant, das an diesem Abend sehr gut besucht war, werden wir auch außerhalb einer solchen Aktion vielleicht noch einmal besuchen.

 

 

 

 

 

 

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