Sauvignon vs. Sauvignon

Es tritt an der Sauvignon "St. Valentin" der Kellerei St. Michael/Eppan aus dem Jahre 2003 gegen den 2006´er Terlaner Sauvignon Winkl der Kellerei Terlan.

 

Der im Gambero Rosso, der italienischen „Weinbibel“, mit der Höchstbewertung von drei Gläsern ausgezeichnete St. Valentin, bietet einen feinen Geruch nach exotischen Früchten, der sich auch zu Beginn im Mund fortsetzt. Allerdings tritt im weiteren Verlauf des Probierens der Alkohol (13,50 % vol.) und eine zu kräftige Säure in den Vordergrund. Im Abgang wirkt der Wein bitter und hinterlässt keinen harmonischen Eindruck. Auch mit etwas Atmung kann der Wein nicht mehr überzeugen. Beim Verkosten 2004 machte diser Wein von Kellermeister Hans Terzer einen wesentlich besseren Eindruck. Vielleicht ist er doch sehr auf den frühen Trinkgenuß ausgebaut.

 

Ganz anders präsentierte sich der wesentlich jüngere Terlaner: eleganter, ja filigraner, leichter im Duft, aber mit angenehmen Anklängen von Mango. Die Säure war wesentlich besser eingebunden und der Alkoholgehalt nicht ganz so hoch (13 % vol.). Die „Genossen“ in Terlan sind auch dafür bekannt, recht langlebige trockene Weißweine zu produzieren. So bleibt abzuwarten, wie sich dieser Wein in den nächsten 1 bis 2 Jahren machen wird.

 

Worin liegen die Unterschiede? Der St. Valentin wird im Stahltank vergoren und ausgebaut, der Winkl im großen Eichenfaß. Möglicherweise an der Beschaffenheit der Böden oder an den Kellermethoden. Vielleicht steckt auch eine andere Philosophie in diesen Weinen.

 

 

 

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