„Brasserie Hülsmann“ in Meerbusch

Robert Hülsmann hatte vor Jahren das mittlerweile legendäre „Roberts Bistro“ in Düsseldorf gegründet und äußerst erfolgreich etabliert. Daraus zog er sich zurück. Nun kocht er aber wieder und zwar in der „Brasserie Hülsmann“ in Meerbusch-Büderich, dessen Geschäftsführung Mutter und Tochter innehaben.

 

Man sitzt eng, wie man es aus Roberts Bistro kennt, jedoch besteht der große Raum aus vielen kleineren Tischen aus schwarzem Holz. Das Bistro war an diesem Abend sehr gut besucht. Eine bunte Gästeschar gutsituierter, älterer „Einheimischer“ und jüngerem, hippen (Achtung leichter Sommerschal!) Volk sorgte für eine gute Geräuschkulisse. Der Service hatte aber alles entspannt im Griff und längere Wartezeiten gab es nicht.

Die Speisekarte kommt auf einer bedruckten DIN A4-Seite, auf deren Rückseite sich die kleine Weinkarte mit vielen offenen Schoppen befindet. Der Hinweis „Alle Pasteten, Terrinen, Sülze und Würste werden von Robert und unserem Hausmetzger Franz-Josef hier in der Brasserie hergestellt“ weiß sehr zu gefallen. Die Gerichte sind französisch inspiriert, aber durchaus auch rheinisch-deftig.

 

Vieles klingt sehr schmackhaft und die Wahl fällt gar nicht so leicht, dann aber auf Ochsenmaulsalat (€ 12,50), Hülsmännsche Spezialität von der Ente (Keule, Magen, Brust, Pastete)“ (€ 13,50) und „Tafelspitz mit Meerrettichsauce, Rahmwirsing und Pürée (€ 12,50). Der säuerlich angemachte Ochsenmaulsalat gefällt durch seine frühlingshafte Frische und Leichtigkeit, wird geschmacklich aber durch die Entenvariation übertroffen. Daß Entenmägen solch eine Köstlichkeit sind, war dem Gast bisher nicht bekannt. Das Stück vom Tafelspitz, es schien ein wenig angepökelt zu sein, war saftig und kräftig im Geschmack und zusammen mit der Sauce und den Beilagen einfach nur „lecker“ zu nennen.

 

Sogar das „Schokoladenparfait „Fiodora“ mit Mokkasauce (€ 7,00) konnte überzeugen. Schmelz und Geschmack waren optimal. Endlich einmal ein Dessert, bei dem der Schokoladengeschmack deutlich wird und nicht einfach nur Süße im Vordergrund steht.

 

Die Weine waren vernünftig kalkuliert, die Auswahl war ein klein wenig dünn. Weine mit etwas Restsüße und etwas hochwertigere Gewächse könnten da nicht schaden. Beim nächsten Mal bleibt aber auch die Möglichkeit zum leckeren Dröppke, dem Uerige Alt.

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