Restaurant „Cha cha“ in Düsseldorf

Frage: Woran merkt man, daß man in einer Großstadt lebt?

Antwort: An den Trends, die man nicht als letzter mitbekommt!

 

Ein aktueller kulinarischer Trend ist die fernöstliche Küche für berufstätige Mittagesser. So eröffneten im Zeitraum der letzten 12-15 Monate das MoschMosch in der Kö-Galerie, das Sukhothai im CarschHaus und das noosou im Sevens. Ganz zu schweigen von diversen trendigen chinesischen Restaurants und japanischen Sushi-Bars. Anfangs war das Naniwa Noodles & Soops mit seinen schmackhaften Suppen da, vor dessen Tür sich regelmäßig Schlangen bildeten. Wie lange der Trend anhalten wird, bleibt abzuwarten, ebenso, welche der Lokalitäten sich durchsetzen können. Grundsätzlich ist die Idee von schmackhaften Suppen, gebratenem frischen Gemüse und Leichtigkeit gut. Ebenso sollen die Speisen bezahlbar bleiben und die Zeitinvestition nicht zu hoch.

 

Beim cha cha (cha cha positive eating / eat cha cha / Thai Street Kitchen) handelt es sich um einen großen Raum im Erdgeschoß eines Bürogebäudes. Lange, recht schmale Tische und eine offene Küche neben ein paar modernen Lampen und Blumengestecken die schlichten Bestandteile. Kurz nach der Eröffnung ist es zur Mittagszeit bereits gut gefüllt und es herrscht rege Betriebsamkeit, ein wenig kommt Kantinenfeeling auf.

Die Bestellung ist schnell aufgenommen und nach kurzer Zeit steht die „Thai-Karotten-Kürbis-Ingwer-Suppe“ (6,90 Euro) auf dem Tisch. Die optische Präsentation ist in Ordnung, die Menge gut proportioniert und der Geschmack einwandfrei. So hat der Spinat seinen Geschmack bewahrt und die Karotten und Kürbisstücke sind bißfest. Mit dem frischen Koriander, dem Ingwer und der Kokosmilch ergibt sich ein gutes, wenn auch nicht überraschendes Geschmacksbild. Einzig die Röstzwiebelstücke stören ein wenig. Das Fleisch stammt nach eigenen Angaben von „zertifizierten Bauernhöfen“, was auch immer das heißen soll. In Zeiten von health- und functional food mutet auch die esoterisch-kulinarische Beschreibung der Gerichte mit „wohltuend“ oder „entschlackend“ nicht weiter irritierend an. Daß man für eine 0,33 l Flasche Bionade nicht wirklich günstige 3,10 Euro aufrufen kann, hingegen schon. Die Frage, ob man diese zeitgemäße Art der Systemgastronomie mit ihren durchgestylten Marketingkonzepten gutheißen kann und will (auch MoschMosch und Vapiano bieten ein ähnliches Franchisekonzept), muß jeder für sich beantworten.

Ein Gedanke zu „Restaurant „Cha cha“ in Düsseldorf

  1. Erna Anizier

    Danke für den Tipp, ich war den Blog grad mal besuchen und ich kann deiner Ausführung nichts hinzufügen. Das Layout gefällt mir sehr gut, ja und an Informationen fehlt es da auch nicht. Bin mal gespannt was demnächst noch so tolles hier erscheint.

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s