Sauerbraten vom Rinderfilet

Huch, da oben steht ja auch was von „Kochen“. Und nahezu täglich wird bei uns zuhause auch gekocht und nicht zum Essen ins Restaurant  gegangen. Das schont die Haushaltskasse, läßt Restaurantbesuchen den Reiz des Besonderen und an erster Stelle macht Kochen Spaß und entspannt. Zumeist ist es bei uns Alltagsküche. Da wird dann nicht drapiert und kein Foto gemacht, sondern einfach zubereitet und gegessen. Meistens sind es keine Rezepte, sondern wir verarbeiten alles, was wir, vornehmlich am Wochenende,  in Läden und auf Märkten entdecken und  nach Hause schleppen.

Beim ziellosen Herumspazieren am Wochenende stießen wir schon vor einiger Zeit auf den Filetshop, der sich etwas abgelegen im Düsseldorfer Zooviertel befindet. Gut, grundsätzlich und wenn schon Fleisch, ist Fleisch für uns mehr als nur Filet, Rumpsteak oder Rib-Eye. Ein Tier besteht eben nicht nur aus diesen „edlen“ Teilen und aus Respekt  vor dem Tier sollten dann gefälligst auch alle Teile gegessen werden. Stichwort Innereien – was können Kalbsbries oder Nieren für Delikatessen sein! Dieser Filet-Wahnsinn nervt auch bei Restaurants!

Dieses schon ein  paar mal  ausprobierte Rezept aber erfordert Rinderfilet. Es läßt sich im immer noch tollen und interessanten Kochbuch „Typisch Deutsch“ von Jean Claude Bourgueil (mit Fotos von Thomas Ruhl) und mit einem Klick sogar auf der Website seines Restaurants finden. Selbstreferentiell möchte ich auf diesen und diesen Beitrag zum Restaurant und Buch verweisen. Über die Großschlachthof-Herkunft des verwendeten Fleisches könnte auch gestritten werden, doch war mir ein Bio-Rinderfilet auf dem Carlsplatz mit einem Kilopreis von 74,90 € gegenüber den 22,90 € im Filetshop schlichtweg zu teuer.

Sehr lange abgehangen oder gar trockengereift muß das Fleisch nicht unbedingt sein, wird es durch das dreitägige Einlegen in Marinade und die richtige Zubereitung zart. Ich empfehle nur dringend, später bei der Zubereitung der Sauce nicht sofort die angegebenen 50 ml salzarme Sojasauce hinzuzugeben. Das wird (mir) zu salzig. Ich nehme zum Abschmecke auch immer ein wenig von der Flüssigkeit der Marinade.

Diesmal gab es als Beilage blanchierten und in Butter geschwenkten Grünkohl vom Bio-Gemüsestand auf dem Carlsplatz. Soll es die große Orgie werden, paßt auch dieses Rotkohl-Rezept hervorragend. Es stammt wie die Thüringer Kartoffelklößchen, die es bei uns gab, aus oben genanntem Kochbuch.

Für die Weinwagemutigen sei zum Sauerbraten eine restsüße, gereifte Riesling Spätlese empfohlen, bei uns ein Monziger Frühlingsplätzchen 2007 vom Nahe-Weingut Emrich-Schönleber, für Rotweinliebhaber ein schöner, runder Spätburgunder aus Baden.

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