Appetithappen: 485°, Düsseldorf

Über einen Mangel an Erfolg kann sich Sebastian Georgi in letzter Zeit wahrlich nicht beklagen – mal vom Ausscheiden seiner Berliner Eisbären im Viertelfinale der Eishockey-Playoffs abgesehen. Der ehemalige Sommelier aus der Top-Gastronomie eröffnete Mitte 2014 in Köln das 485° und wurde sozusagen zum Pizzabäcker. Der Name leitet sich von der Temperatur ab, die im Inneren des Pizzaofens herrscht. Die Pizza braucht in der Gluthitze bei 485 Grad nur knapp 60 Sekunden Backzeit. Neben der neapolitanischen Pizza, deren Teig 72 Stunden reift, liegt das Augenmerk auf besten Getränken: gute Säfte und Limonaden, Craft Beer und natürlich Wein. Die grandiose Weinkarte lässt durchaus die Frage zu, ob es sich beim 485 Grad nicht um eine Weinbar mit Verpflegung in Form von Pizza handelt. Viele, hochwertige Flaschen, Schwerpunkt Riesling, und das mit Jahrgangstiefe und trinkfreundlicher Kalkulation – kein Wunder, dass der Gault Millau sie zur „Weinkarte des Jahres 2016“ gekürt hat und eine Pizzabude mit immerhin 13 Punkten bewertet. Dazu kommen noch Zig andere Auszeichnungen für das Konzept.
Also warum nicht expandieren? Dachten sich auch die Macher und so gibt seit dem ersten April – kein Scherz! – eine Filiale in Düsseldorf. Auf meiner Jagd nach der perfekten Pizza für mich der willkommenste kölsche Export, den ich mir vorstellen kann.
Die Dependance in der Landeshauptstadt wird von Christoph Suhre betrieben, der zuvor jahrelang Küchenchef im ambitionierten Unterbilker Restaurant D’Vine war, und Lust auf Veränderung verspürte.DSC_0802Der Ofen wurde richtig eingeheizt und da auch die besondere Qualität der verwendeten Zutaten denen des rheinischen Rivalens entspricht, schmecken die Pizzen wie in Köln. Und so richtig herrlich italienisch sind nun alle eingeladen, über Teig-Konsistenz und Bräunungsgrad zu diskutieren. Derweil gibt es erst einmal für den Nachwuchs eine Kinder-Margherita und für die Eltern eine Pizza Mr. Burns. Zum Glas „Theodora“ vom österreichischen Gut Oggau ist die pikante Pizza Hellboy genau das Richtige. Zumindest beim Thema Pizza ist Düsseldorf jetzt mit Köln gleichgezogen.DSC_0811

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