Archiv der Kategorie: Lesenswertes

Domain-Wechsel! Es geht woanders weiter! Umzug!

Liebe Leser,

hier ist schon seit Längerem nichts Neues erschienen.
Aber es geht weiter! Einige für mich spannende Beiträge sind bereits erschienen.
Es weiter mit Artikeln über Restaurants, Selbstgekochtes und launischen Einwürfen.
Wo? Bitte dem Link zu meiner eigenen Domain folgen.

Stef’s Table

ich freue mich auf alte und neue Leser!

Herzlichst,
Stef

Kulinarisches Jahr 2014 (Teil 2)

Zur Zeit der WM im Juli glühte der Grill recht häufig und ausgezeichneter deutscher Spätburgunder trat gegen nordafrikanisch inspirierte Auberginen, gefüllt mit Couscous, Feta, Aprikose, ihrem Fruchtfleisch und Zucchini, an. Schiedsrichter (nicht im Bild) war griechischer Joghurt. Nordafrika gewann zumindest am Grill, weil es die Eleganz des Weins mit Würze niedergerang. Neben kleinen Mittagessen in der Nachbarschaft, wie im neueröffneten indischen Restaurant Almas, rückte ich zweimal aus: Zu einer interessanten, von Weinfreak Werner Elflein iniitierten Weinverkostung „Steiermark für Weinversteher“ in Hartwig Frickes nettem Weinladen LaVinesse, bei der es auch den grandiosen „IZ“ gab, sowie zu einem Ausflug in Küche und Ballsaal einer Villa im Taunus.

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Lachsforelle, Römersalat, Paprika und Brot

Heißer Tag – cooler Salat! Inspiriert vom jüngst erschienenen Kochbuch, „Die neue Fischkochschule. Das Standardwerk. Küchenpraxis – Warenkunde – 150 Rezepte“ von Tillman Hahn und Nicole Knapstein, kam dieser köstliche und leicht zuzubereitende Salat auf den Tisch.DSC_0655

Im Originalrezept war für das Paté Stremellachs vorgesehen, da aber auf unserem Wochenmarkt die Lambachtaler Forellenzucht & Räucherei Kamp tolle Lachsforellen anbietet – soweit ich weiß, beziehen dort auch die Herren Henkel und Wissler Fisch – habe ich diese genommen und  kurzerhand heißgeräuchert.

Schön, daß wir für die Brotchips noch einen Stück trockenes Weißbrot übrig hatten. Optimale Resteverwertung, das mögen wir!

Dazu schmeckte ein Riesling „Alte Reben 2007“ von Van Volxem, Saar mit seinen leichten 11,5% vol und einem Hauch Restsüße ausgezeichnet. Alkoholfrei auch ein Pinkus Malz.

Das ganze Rezept gibt es gerne auf Anfrage.

„Gemüse“ von Andree Köthe und Yves Ollech

Tief berührt und bis in die Haarspitzen inspiriert verlasse ich als Gast nicht allzu oft ein Restaurant. Daß sich dies im Essigbrätlein auch bei meinem zweiten Besuch wiederholte, liegt zu allererst natürlich am Essen. In ihrem Restaurant in der Nürnberger Altstadt präsentieren Andree Köthe und Yves Ollech eine beispielhafte Gemüseküche. Vermeintlich einfache Viktualien  werden in einem kreativen Entwicklungsprozeß zu puren und minimalistischen Gerichten. Deren Genialität liegt darin, alles aus einem Produkt herauszuholen und dabei noch ein großartiges Geschmackserlebnis zu erzielen.

DSC_0210Als ich mich nach dem Essen noch mit den beiden sympathischen Köchen unterhalte, läuft es mir beinah kalt den Rücken herunter und ich muß gerührt schlucken. Denn hier passiert Besonderes. 1999 von Andree Köthe eröffnet, arbeiten im Essigbrätlein seit 1998 zwei gleichberechtigte Köche. Diesen Teamgedanken signalisiert dem Gast schon das Schild am Eingang, auf dem mittlerweile neben den beiden Köchen auch der langjährige, kongeniale Sommelier Ivan Jakir aufgeführt ist. Und wann sagt einem in dieser Testosteron-Branche ein Koch, daß er ohne seinen Kochpartner nichts wäre?
Nicht überall stößt das Restaurant in Gourmetkreisen auf Verständis: Nicht wenige rieben sich im Jahre 2004, als das Essigbrätlein den zweiten Stern erhielt, verwundert die Augen. Statt sich aber auf dem status quo auszuruhen, widmet man sich in der kleinen Küche mit Akribie und auch Radikaliät, aber ohne Dogmen und nervende Didaktik der Gemüseküche und ihrer Perfektionierung, Weiterlesen

Das Buch zum Wein von Captain Cork

Weihnachten naht. Ich denke über Geschenke nach. Eine Idee ist schon da. Der Bruder interessiert sich seit einiger Zeit für Wein, seriösen Wein. Lieber Rotwein. Er definiert auch, was ihm gefällt: Der Vernatsch aus Südtirol zu schwach auf der Brust, ein Rioja schmeckte besser als der „unoaked“ Portugiese und besonders in die engere Auswahl kam ein „Black Print“ von Markus Schneider. Dieses zarte Pflänzchen Weinenthusiasmus will brüderlicherseits gepflegt und erweitert werden.

Natürlich hilft hier learning by drinking, aber ein wenig Theorie kann nicht schaden, sondern sogar das (Trink)Vergnügen steigern.

Da trifft es sich doch hervorragend, daß gerade zum Weihachtsgeschäft Captain Cork – Das ultimativ andere Weinbuch erscheint. Gerade hier erhoffe ich mir doch, daß alle Theorie nicht trocken ist, sondern so süffig und verständlich ist, daß sie Lust auf Lesen, Verstehen und vorallendingen auf ein Glas Wein macht. Weiterlesen